Die russisch-chinisischen Beziehungen, die weltweiten Auswirkungen der Finazsanktionen und die Zukunft der „Euraischen Union“ stehen im Zentrum des sieben minütigen Videointerviews.
Publizist zur russischen Außen- und Energiepolitik
Die russisch-chinisischen Beziehungen, die weltweiten Auswirkungen der Finazsanktionen und die Zukunft der „Euraischen Union“ stehen im Zentrum des sieben minütigen Videointerviews.
Vor kurzem bin ich auf ein knapp zweiminütiges Video gestoßen, das ich Ihnen empfehle (die Erläuterungen sind auf Englisch):
Das Video führt uns unsere eingeschränkte Wahrnehmungsfähigkeit deutlich vor Augen. Falls Sie bereits beim erstmaligen Sehen ein umfassendes Bild gewonnen haben: Herzlichen Glückwunsch, Sie gehören anscheinend zu einer kleinen Minderheit – zu der ich mich nicht zählen darf. Halten wir fest: Menschen neigen sehr stark dazu dasjenige zu registrieren, worauf sie sich konzentrieren. Andere,
Der Außenminister arbeitet seit seinem Amtsantritt im Dezember 2013 für eine Deeskalation. (S. z.B. http://www.cwipperfuerth.de/2013/12/aussenminister-frank-walter-steinmeier-eine-gute-nachricht-fuer-die-deutsch-russischen-beziehungen/; http://www.cwipperfuerth.de/2014/02/nur-verhandlungen-und-kompromisse-koennen-der-ukraine-helfen-nicht-einseitige-schuldzuweisungen/; http://www.cwipperfuerth.de/2014/09/steinmeier-widerspricht-der-ukraine-vor-der-uno/)
Andere westliche Politiker und die meisten Medien gießen hingegen ständig Öl ins Feuer. Wir befinden uns bereits in der gefährlichsten internationalen Krise seit dem Ende der Ost-West-Auseinandersetzung. Die Gefahr ist hoch, dass die Ukraine zerrissen wird, die Innen- und Außenpolitik Russlands sich weiter verhärtet und im Westen hohe Milliardensummen nicht etwa in die Bildung oder die Milderung sozialer Not investiert werden,
Der Krieg könnte in einigen Tagen, Wochen oder Monaten beginnen. Wenn die Entwicklung so verläuft wie in den vergangenen Monaten, ist er unabwendbar.
Der Kreml besitzt drei Ziele, von denen er nicht abrücken wird:
1. Es soll dauerhaft gesichert sein, dass die Ukraine der NATO nicht beitritt.
2. Die russische Sprache soll einen gesicherten offiziellen Status erhalten, möglichst im gesamten Land.
3. Die Ukraine soll föderalisiert werden, damit der „russlandfreundliche“ Teil auf Dauer Einfluss auf die Politik Kiews ausüben kann.
Seit Mitte der 1990er Jahre bot sich bei Wahlen in der Ukraine durchweg folgendes Bild, sowohl bei Parlaments- als auch Präsidentschaftswahlen: Im nordwestlichen Teil wurden bevorzugt Parteien und Kandidaten gewählt, die sich „proeuropäisch“-nationalistisch gaben, in der südöstlichen Hälfte hingegen Parteien und Kandidaten, die „russlandfreundlich“ waren, oder dies zumindest vorgaben.

Die Bevölkerung in „Transkarpatien“, das sich auf der Karte links befindet, zeigte bei Wahlen eine Präferenz für „russlandfreundliche“ Bewerber. Die Region beheimatet eine starke ungarische Minderheit,
… „Die gespaltene Ukraine. Eine Analyse der ukrainischen Wahlen“ weiterlesen
Dies ist der zweite Teil einer Reihe über den Verlauf und die Hintergründe des Machtwechsels auf der Krim. Den ersten Teil finden Sie unter http://www.cwipperfuerth.de/2014/10/die-krim-der-machtwechsel/.
Am 21. Februar vereinbarten die damalige Opposition und Präsident Wiktor Janukowitsch unter der Vermittlung Deutschlands, Frankreichs, Polens und Russlands ein Verfahren zur Beilegung der Konflikte, die in den Tagen zuvor etwa 100 Menschenleben gekostet hatten. So wurde beschlossen, dass die Führung des Landes, die Opposition und der Europarat Untersuchungen über die Gewalttaten gemeinsam durchführen,
Die Ursachen und Hintergründe der Entwicklung auf der Krim sind höchst umstritten. Die einen stellen fest, das russische Eingreifen auf der Halbinsel habe die Ukrainekrise, die dabei gewesen sei sich zu beruhigen, von neuem gefährlich entfacht und sei ein atemberaubend kaltschnäuziger und zumindest in Europa seit Jahrzehnten beispielloser Völkerrechtsbruch gewesen. Andere argumentieren, Russlands Handeln sei lediglich eine Reaktion auf den Umsturz in Kiew und letztlich nicht nur verständlich und angemessen, sondern durchaus völkerrechtsgemäß gewesen.
In diesem Beitrag werden die Entwicklungen von Ende Februar/Anfang März nachgezeichnet,