Halt!

Täglich sterben viele Menschen in der Ostukraine. Soldaten, wie völlig Unbeteiligte, sogar Kinder. Hunderttausende Menschen sind auf der Flucht. Weitere hunderttausende haben seit einer Reihe von Tagen weder Elektrizität, noch Leitungswasser. Seuchen drohen, bei einer zusammenbrechenden Gesundheitsversorgung. Bei Straßenkämpfen in Donezk und Luhansk könnten weitere hunderte, ja tausende Menschen sterben.
Darüber hinaus sind der Westen und Russland in einer Eskalationsspirale gefangen. Die russische Wirtschaft wird darunter viel stärker leiden als unsere. Aber auch in Deutschland werden zehntausende Menschen arbeitslos werden.

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Russland, der Westen und Afghanistan – und die Ukrainekrise

Russland war 2001/2002 womöglich der wichtigste Verbündete der USA im Afghanistankrieg. Es unterstützte die USA, Basen in Zentralasien einzurichten, stellte Washington umfangreiche Geheimdiensterkenntnisse zur Verfügung und nutzte seine engen Verbindungen zu den Gegnern der Taliban innerhalb Afghanistans (der sogenannten Nordallianz), sodass die USA und ihre Verbündeten innerhalb kurzer Zeit die Taliban in den Untergrund bzw. ins Exil zwingen konnten.
Russland hat ein geradezu existenzielles Interesse an einem stabilen Afghanistan: Die russisch-kasachische Grenze ist mit etwa 7.000 km die mit weitem Abstand längste Landgrenze der Welt und letztlich nur unvollkommen zu kontrollieren.

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Russlands Image – eine weltweit Umfrage

„Pew“ hat eine neue Umfrage veröffentlicht. (Sie finden diese unter www.pewglobal.org/2014/07/09/russias-global-image-negative-amid-crisis-in-ukraine/. Ich empfehle Ihnen auch meine weiteren Analysen zu internationalen Umfragen: http://www.cwipperfuerth.de/2014/01/umfrage-die-groesste-gefahr-fuer-den-weltfrieden/; http://www.cwipperfuerth.de/2013/09/das-weltweite-image-russlands/; http://www.cwipperfuerth.de/2013/07/weltpolitische-fragen-in-aktuellen-meinungsumfragen/.)
Das Russlandbild hat sich in den westlichen Ländern im vergangenen Jahr weiter eingetrübt und ist – wen wunderts – ausgesprochen negativ. Auch bei dem BRICS-Partner Brasilien ist es kaum positiver als in den führenden OECD-Ländern.

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In Indien sind sowohl die negativen als auch die positiven Wertungen für Russland zurückgegangen.

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EU gegen Russland: Scharfe Sanktionen

EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy setzt sich dafür ein, weitere Strafmaßnahmen gegen Russland zu verhängen. Dies ist den Staats- und Regierungschefs vorbehalten, Van Rompuy wirbt dafür, sie dieses Mal von den EU-Botschaftern beschließen zu lassen, damit sie rascher in Kraft treten können.
Die EU stellt fest, die Strafmaßnahmen würden nach ihrem Inkrafttreten auf die Länder der EU nur eine mäßige Wirkung ausüben, Russland jedoch hart treffen. Nach EU-Angaben würde das Wirtschaftswachstum in den Mitgliedsstaaten in diesem Jahr um 0,3 % vermindert werden,

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Russland und die Sanktionen. Teil 2.

Russlands Wirtschaftsdaten waren im späten Frühjahr 2014 deutlich günstiger als zu Beginn des Jahres, trotz der zwischenzeitlich verhängten Strafmaßnahmen des Westens. (S. http://www.cwipperfuerth.de/2014/06/russland-und-die-sanktionen-teil-1/) Die Sanktionen beeinträchtigen gleichwohl die ökonomische Entwicklung. Sie könnten in Russland – und weltweit – darüber hinaus zu sehr unangenehmen Überraschungen führen:

Russische Banken sind in den vergangenen 15 Jahren zwar kräftig gewachsen, sie bleiben im internationalen Vergleich bislang jedoch wenig leistungsfähig. Russlands Bürger hatten in den 90er Jahren faktisch ihr gesamtes Erspartes verloren und haben um die Jahrtausendwende wieder bei null angefangen.

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Russland und die Sanktionen. Teil 1.

Russland schien im vergangenen Winter und Frühjahr vor einer Rezession zu stehen. Seit einigen Wochen mehren sich jedoch die Anzeichen für ein wieder anziehendes Wirtschaftswachstum. Der Kapitaltransfer ins Ausland, der im ersten Quartal 2014 bedrohliche Ausmaße angenommen hatte, ist zudem beträchtlich gesunken.

Auch der Kurs des russischen Rubels hat sich gefangen:10_рублей_банка_России_2010_г._Поворот. Zwischen Mitte Januar und Anfang März war er im Vergleich zum Euro um etwa 12 Prozent gefallen,

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